In Offenbach einige Male: Stachelbeeren, die noch am Strauch hingen und wie gekocht aussahen. Im Rhein-Main-Gebiet wird es auch besonders heiß. Hier ist es mir erst einmal passiert, aber unser Garten ist ohnehin halbschattig. Das entspricht auch den Anforderungen dieser Beeren. In diesem Jahr war es offenbar auch auf den Plantagen sehr häufig. Damit das auch bei zunehmend heißen Sommern nicht vorkommt, muss man ein paar Kleinigkeiten beachten.

Beerenobst sollte in Zukunft besser schattig gepflanzt werden! Auf keinen Fall auf die Gartenseite, die die volle Mittags- und Nachmittagshitze abbekommt.

Beerenobst hat einige enorme Vorteile: Es kann meist schon ein Jahr nach der Pflanzung geerntet werden. Es passt wunderbar auch in kleine Gärten, sogar in einen großen Kübel auf einen Balkon. Bei Hochstämmen kann es noch unterpflanzt werden. Man hat bei den Sorten der roten Johannisbeeren einen Erntezeitraum von fast drei Monaten Juni bis August. Es hat wenig Zucker und kommt damit einer energiearmen Ernährung entgegen. Außerdem sind säuerliche Früchte erfrischend und besonders gut für Hitzeperioden geeignet. Es wächst in Sonne und Schatten. Im Schatten verschiebt sich die Erntezeit nach hinten.
Beerenobst macht schon kleinen Kindern Spaß, weil die Früchte in ihrer Reichweite reifen.

Jede/r Gärtner/in freut sich über das erste reife Obst. Wenn Hitzeperioden wie die in diesem Jahr zunehmen, ist ein schattiger Platz ratsam. Folgt man der Marschallstraße in Fellingshausen Richtung Umgehungsstraße, so findet man am Hang noch wildwachsende Stachelbeeren. Sie bringen allerdings nur kleine Früchte. Aber es sagt etwas über den Standort aus. Hier kommt die Sonne nur stundenweise hin. Doch sie findet hier den bevorzugten leicht kalkhaltigen Boden. In Kultur sind die Beeren etwa seit dem 14. Jahrhundert. Ihre ursprüngliche Heimat kennt man nicht. Möglicherweise stammen sie aus dem Himalaya.

Bei Stachelbeeren sind vor allem einigermaßen resistente Sorten im Handel, z.B. Invicta. Eine weitere ist die Hinnomääkii aus Finnland. Viele heutige Sorten stammen aus Großbritannien, Skandinavien oder Kanada. Dort ist es nicht zu heiß, die Tage sind lang. Da wir mit weiteren Hitzeperioden rechnen müssen, ist die Pflanzung im Schatten sehr zu empfehlen. Das gilt genauso für Johannisbeeren.

Die benachbarten Gärtnereien in Heuchelheim haben bezüglich dieser Obstarten leider nur ein beschränktes Sortiment. Es lohnt sich dennoch, mal vor Ort einen Blick auf die Pflanzen zu werfen, wie sie die Hitzewellen überstanden haben.
Wenn man etwas mehr Platz hat, empfehle ich strauchartige Pflanzen. Die Hochstämme sind erheblich teurer und werden oft nicht besonders alt.

In den Online-shops findet man in der Regel nur wenige Sorten. Oft dreimal die selbe nur in anderer Erziehungsform. Vor allem die Säulenform ist meines Erachtens Augenwischerei. Die vierjährigen Zweige werden in der Regel herausgeschnitten. Bei der Säulenform müsste man also nach vier Jahren den Stamm kappen.
Recht gut gefällt mir das Sortiment einer Freiberger (Sachsen) Baumschule. *2), *3)

*1) Foto von freshplaza.gravierende Hitzeschaden bei Johannisbeeren und Stachelbeeren
Foto Stachelbeere vom Lebensmittellexikon

Sorten https://deaflora.de/Shop/Stachelbeeren/ *2)
https://www.baumschule-freiberg.de/shop/johannisbeeren/, dito 15 Stachelbeersorten *3)

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